Das Wort „Parasiten“ wird in zwei Bedeutungen verwendet. Alles, was auf oder in Ihnen lebt, nicht nur, um sich niederzulassen, sondern um sich von Ihnen zu ernähren, ist ein Parasit. Unabhängig von seiner Größe kann es als Parasit bezeichnet werden. Doch in gewisser Weise müssen die großen Würmer von den mittelgroßen Amöben unterschieden werden, den noch kleineren Bakterien und den kleinsten von allen –Viren. So oft wird der Begriff Parasit den größeren Wesen vorbehalten, von Amöben aufwärts. In diesem Buch wird das Wort Parasit wie üblich in beiden Bedeutungen verwendet. Sie können leicht erraten, was gemeint ist. Parasitäre Würmer werden in Rundwürmer und Plattwürmer unterteilt. Rundwürmer sind rund wie Regenwürmer, auch wenn sie so dünn wie Haare sein können (Fadenwürmer, Filarien) oder mikroskopisch klein (wie Trichinella). Plattwürmer ähneln eher Blutegeln. Sie haften sich manchmal mit dem Kopf (Skolex) fest, wie Bandwürmer, manchmal mit einem speziellen Saugnapf, wie Egel.
Wurmparasiten durchlaufen Entwicklungsstadien, die sehr, sehr unterschiedlich vom erwachsenen Tier aussehen können.
Rundwürmer wie Ascaris (der häufige Katzen- und Hunde-Rundwurm) sind am einfachsten. Die Eier werden durch Lecken oder das Verzehren von etwas Schmutz verschluckt. Sie schlüpfen zu einer winzigen Larve. Die Larve wandert in die Lunge. Sie husten sie hoch und schlucken sie wieder herunter. In der Zwischenzeit hat sie sich mehrmals gehäutet. Dann kriecht sie in den Darm, wo sie erwachsen wird und Eier mit Ihrem Stuhl ausscheidet.
Würmer haben meist bevorzugte Standorte. Das bevorzugte Organ für Dirofilaria (den Hundeherzwurm) ist das Herz (sogar das menschliche Herz). Manchmal können die Regeln gebrochen werden. Meine Tests zeigen, dass Dirofilaria auch in anderen Organen leben kann, wenn diese ausreichend mit Lösungsmitteln, Metallen und anderen Toxinen belastet sind. Plattwürmer wie Bandwürmer sind in ihrem Lebenszyklus viel komplizierter. Man könnte die Eier versehentlich mit Schmutz aufnehmen. Nach dem Schlüpfen gräbt sich die winzige Larve in ihr bevorzugtes Organ. Ihr Körper umkapselt sie mit einer Zyste. Den weißen Blutkörperchen wurde beigebracht, niemals den eigenen Körper anzugreifen … und die Zystenhülle ist Ihr eigener Körper! So hat das Bandwurmstadium für einige Zeit eine sichere Bleibe. Wenn Sie Fleischesser sind, könnten Sie eine solche Zyste verzehren, falls sie sich zufällig in dem Fleisch befindet, das Sie essen! Ihre Zähne zerbrechen sie beim Kauen. Die kleine Larve wird verschluckt und versucht, sich mit ihrem Kopf an Ihrem Darm festzusetzen. Dann wächst sie, indem sie Segment für Segment bildet. Die Segmente mit ihren Eiern verlassen den Körper mit dem Stuhlinhalt. Ich sehe häufig den kleinen Hundebandwurm auch bei der menschlichen Familie des Hundes.
Plattwürmer wie Egel sind ebenfalls sehr kompliziert. Die Eier, die mit dem Stuhlinhalt ausgeschieden werden, waren nicht dazu bestimmt, als solche gegessen zu werden. Sie sollten in einem Teich schlüpfen, wo Schnecken und kleine Fische sie fressen. Die Larve wächst in diesen neuen „Zwischenwirten“ heran. Später scheidet die Schnecke sie aus, und sie heften sich an Pflanzen in der Nähe des Teichs. Sie überwintern in einer widerstandsfähigen Metazerkarien-Zyste. Ein ahnungsloses weidendes Tier frisst sie nun. Sie kommen als kleine ausgewachsene Egel aus ihrer Metazerkarien-Zyste hervor und heften sich schnell mit einem Saugnapf an den Darm. Sie haben nun einen „sicheren Hafen“ und können mit der Reifung und dem Eierlegen fortfahren.
Vier häufige Egelarten sind: der menschliche Darmegel, der menschliche Leberegel, der Schafleberegel und der Bauchspeicheldrüsenegel des Rindes. Lassen Sie sich von den Begriffen Schaf und Rind nicht täuschen. Sie alle kommen auch beim Menschen vor.
(Aus: „The Cure for all Diseases“, Seite 31; Copyright-Vermerk)
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